Lino Hermes und Jenny Filon - Straßenkinder Niñez y Vida

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! . Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können. Volontariat im Kindergarten "Terre de Hommes - Ninez y vida"

August 2007

Arme Teufel und tapfere Truthähne

Im August 2007 haben wir für drei Wochen die Sprachschule „Atahualpa“ in Ecuadors Hauptstadt Quito besucht. Neben dem Unterricht, der für uns täglich von 8:00 bis 12:00 Uhr dauerte, haben wir Nachmittags von 13:00 bis 17:00 Uhr in der Organisation „Terre des Hommes – Ninez y vida“, einem Kindergarten für zwei- bis fünfjährige, gearbeitet.

Unsere Unterkunft in einer separaten Wohnung im Haus der Schulgründer, Martha und Vincente Ono, war für unsere Bedürfnisse perfekt und im Gegensatz zu der anderen Wohnung ein echter Glückstreffer. Allerdings bedurfte es auch Jennys großartiger Überredungskünste um die Wohnung die ganzen drei Wochen und in der Kombination Mann und Frau beziehen zu dürfen. Unsere Küche befand sich einer weiteren Wohnung über uns und war für uns durchgehend benutzbar. Bei voller Belegung könnte es allerdings zu Engpässen in der Geschirrversorgung kommen. Des weiteren sei gesagt, dass ein Ecuador-Besuch für Menschen mir einer Abneigung gegen kalte Duschen keine Freude sein wird. Freude hat uns jedoch die große Dachterrasse mit Blick auf das Viertel Vicentina und den Vulkan Cotopaxi beschert. Dort konnte man Abends gemütlich den Tag ausklingen lassen.

Die Schule, in der der Spanisch-Unterricht stattfand, befindet sich in prominenter Lage mitten im Szene-, und Touristenviertel Quitos, der berühmten Mariscal. Dort gab es neben zahlreichen Internetcafés und Souvenirläden viele Möglichkeiten für ein Mittagessen oder einen Drink am Abend. Empfehlen möchten wir die Mariscal bei Nacht allerdings nicht. Nicht aufgrund der - in Deutschland fälschlicherweise angekündigten – Messerstechereien und Überfälle, sondern des sehr stark durch den Tourismus geprägten Ambientes. Um das authentische Leben in Quito kennen zu lernen sollte man sich daher lieber außerhalb der Mariscal umsehen. Unser persönlicher Tip: „El pobre Diablo“ (http://www.elpobrediablo.com) – bei einem perfekten Mojito und unglaublich gutem Essen (wirklich Perfekt) könnt ihr hier den imposanten Klängen einheimischer Bands lauschen.

Unsere sprachlichen Vorkenntnisse beschränkten sich ausschließlich auf einen Spanischkurs für Hörer aller Fakultäten an der Universität Köln, dementsprechend gering waren unsere praktischen Sprachkenntnisse. Doch die Bedenken völlig hilflos in Quitos Straßen umher zu irren verflogen schon nach den ersten zwei Tagen in der Sprachschule. Die wöchentlich wechselnden Lehrer die wir kennen lernen durften waren allesamt sehr kompetent und sind auf unsere individuellen Kenntnisse und Wünsche eingegangen. Hierbei bleibt jedoch anzumerken, dass das System der rotierenden Lehrpersonen vielleicht nicht für jeden Schüler die passende Lösung ist. Wir jedoch haben damit durchweg positive Erfahrungen gemacht. Neben Sprachpraktischen und grammatikalischen Übungen haben sich die Lehrer immer wieder aufs Neue bemüht durch Einblicke in den ecuadorianischen Alltag den Unterricht aufzulockern. So standen unter anderem Markt-, Café-, und Museumsbesuche auf dem Stundenplan. Darüber hinaus gaben sie auf Wunsch auch Hilfestellungen für die Arbeit mit den Kindern im Projekt. Die zwischendurch eingeschobenen Gruppenspiele mit allen Schülern der Schule waren zwar im Ansatz gut gemeint auf uns wirkten sie jedoch oft aufgesetzt und für unsere Altersgruppe unpassend. Aber auch dies ist eine rein subjektive Auffassung. Über den reinen Sprachkurs hinaus bot die Schule auch verschiedene Ausflüge zu Sehenswürdigkeiten in die nähere Umgebung an. Wir bevorzugten es jedoch die Gegend auf eigene Faust zu erkunden, was sich trotz vieler im Vorfeld in Deutschland geäußerter Bedenken zu Sicherheits-, und Verkehrssituation als völlig unproblematisch erwies und zudem eine kostengünstigere Alternative zu den Angeboten der Schule darstellte. Bei dieser Gelegenheit sei noch gesagt, dass ein Besuch des „Mitad del Mundo“ auf jeden Fall zu empfehlen ist.

Obwohl wir nicht, wie ursprünglich angedacht, in einem Projekt für Straßenkinder gearbeitet haben war die Arbeit im alternativen Projekt sehr interessant doch nicht weniger anstrengend. Nach anfänglichen Verständnisschwierigkeiten half uns die Arbeit mit unseren Kollegen und den Kindern das in der Schule und im Alltag gelernte Spanisch anzuwenden, zu verstehen und zu verbessern.

Wir wurden sehr freundlich aufgenommen und man war bemüht uns den Aufenthalt angenehm zu gestalten. Wir waren schnell ein Teil der Gruppe und eine große Freude für die Kinder, haben zusammen gegessen und konnten freiwillig an den wöchentlichen Besprechungen teilnehmen. Schnell wurde uns auch viel Eigenverantwortung übertragen und wir konnten unsere eigenen Vorstellungen und Ideen in die Arbeit einfließen lassen. Neben alltäglichen Hilfen beim Essen, in der Küche, bei kleinen handwerklichen Tätigkeiten und natürlich bei der Betreuung der Kinder wurde unsere individuelle Initiative gern gesehen. So haben wir beispielsweise den Spielgerüsten einen neuen Anstrich verpasst und ein Fotoprojekt mit den Kindern verwirklicht.

Nach unserem einmonatigen Aufenthalt in Quito sind wir für einen weiteren Monat an der Küste Ecuadors gereist. Erst hier wurde uns bewusst, was einen großen Teil Ecuadors ausmacht. Die Küsten-Region bot uns einen tieferen Einblick in die nicht-städtische Lebensweise und stand in starkem Kontrast zum Leben im, doch sehr europäisch geprägten, Quito.

Alles in allem ist Ecuador eine Reise wert. Allerdings sollte die Möglichkeit wahrgenommen werden über den Tellerrand Quitos hinauszuschauen, wenn auch nur durch die Teilnahme an den Angeboten des „Travelling Classroom“ der Schule. Uns hat der zweimonatige Aufenthalt in Ecuador nicht nur sprachbedingt sehr viel gebracht, sondern hat uns auch geholfen unseren Horizont zu erweitern.

Lino Hermes und Jenny Filon

Kontakt

Deutschland
Thomas Grammel
Taerbekweg 14
D-24943 Flensburg

Tagsüber: 01577 367 44 04
Abends: 0461/909 606 91
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Skype: atahualpainfo

Ecuador
Escuela de Español Atahualpa
Directora Martha Ona
Gondin N20 -29 Condamine
Quito, Ecaudor

Schule: +593 - 2 - 2551 229
Privat: +593 - 2 - 2235857
Privat: +593 - 2 - 2557891
Mobil: +593 - 94784118

Bei Flugverspätung

  • Mobil: 094784118
  • oder
  • Privat: 02 - 2235857