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Volontariat in der Armenschule
im März 2005
Ich war an der Schule "Ambato" in Chillo Jijon, einem Dorf ca. 30 km außerhalb von Quito.
Man wohnt in dem Gästehaus von Martha und Vicente (Martha ist die Leiterin der Sprachschule), von dem aus man etwa 15 min zur Schule läuft. Das Haus ist sehr schön und komfortabel, das einzige Problem ist das immer mal wieder fehlende Leitungswasser. Bei Fragen und Problemen helfen einem die netten Nachbarn gerne weiter.
In der Schule sind 17 Schüler gewesen, als ich dort gearbeitet habe. Vom ersten Tag an habe ich Kleingruppen (3- 6 Schüler) in Englisch unterrichtet. Das war am Anfang schon eine ziemliche Herausforderung, weil ich kaum ein Wort Spanisch konnte. Es kann dann sehr hilfreich sein, wenn man sich vorher schon ein paar Gedanken gemacht hat und vielleicht sogar ein paar Ideen (für Spiele, Lieder etc.) und Material von zu Hause mitgebracht hat. Ein paar Bücher sind in der Schule vorhanden, aber nur jeweils ein Exemplar für den Lehrer, ich bin dann öfter mal im Ort kopieren gegangen. An der Schule selbst gibt es nur wenig Arbeitsmaterialien, die Kinder haben meist Bleistifte und Hefte, aber Radiergummis, Anspitzer, Buntstifte oder auch nur weiße Blätter sind oft Mangelware (also auch gute Geschenke :)).Die Kinder sind übrigens alle sehr liebenswert und machen einem das Unterrichten sehr leicht! Der Direktor und die Lehrerin lassen einem alle erdenklichen Freiheiten, informieren aber oft nur kurzfristig über ihre Planungen oder über Termine wie zB. die Zeugnisausgabe. Also immer wieder nachfragen, oder überraschen lassen!
Die Spanischlehrerinnen kommen nachmittags ins Haus, sind supernett und helfen auch, wenn man Fragen hat. Alles in allem fand ich es sehr schön dort und wäre gern noch länger geblieben!
Grüße,
Andrea